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Horst Gauss | |
| Von Anfang an: Mädchen für alles !1964 gründeten Hermann Braun, Olaf Rausch, ich und Herbert Wolf, der Motor mit dem "Know how" zur damaligen Zeit den Boxclub CSC Frankfurt-Sachsenhausen. Mit seinem Bruder Olaf als Trainer, erlebte der Boxclub seine Blütezeit. In die Sporthalle Süd pilgerten Sonntagmorgens fast immer 1500 Boxfans zu den Bundesligakämpfen. Ich erlebte mit dem Club alle Höhen und Tiefen. Erfolgstrainer Olaf Rausch brachte so bekannte Boxer wie Willi Fischer, Karlheinz Scheibe, Dieter Holm, Peter Keller, Hubertus Einschütz und meinen Sohn, Hobby Gauß heraus, die dann überregionale Erfolge errangen. Der Wasserweg 30 als Sportschule und die direkt daneben liegende Sporthalle Süd sollten für viele Jahre die Markenzeichen des CSCS sein. Als Herbert Wolf und Walter Mandausch, die sich ab 1989 intensiv um den CSC kümmerten, direkt nach der Wende die beiden Geraer Spitzenboxer Ulli Kaden und Enrico Richter engagierten, half ich, sozusagen als Gegenleistung, dem Boxclub Wismut Gera beim Aufbau der Bundesligastaffel für die neu gegründete Deutschlandliga. Aus einigen Monaten Aufenthalt in Gera wurden einige Jahre. Es war eine verrückte aber sehr lehrreiche Zeit. Unter anderem war Markus Bayer, damals 17 Jahre alt, der spätere Weltmeister einer meiner Schützlinge. Als Herbert Wolf und Walter Mandausch 1992, nach dem Abbruch eines Ligakampfes in Berlin, den CSC wieder verließen, kämpfte ich mit dem CSC in der 2. Bundesliga ums Überleben. Nach 15 Jahren CSC im Wasserweg und in der Sporthalle Süd, war dann auch die Luft raus und es kamen nur noch wenige Zuschauer in die Sporthalle Süd. Mit dem Umzug ins "Motodrom" 1996, an die Stadtgrenze Frankfurt/Offenbach, leitete ich eine neue Ära ein. In der Boxschule im Motodrom bereiteten sich so große Boxer wie die Klitschkos oder Regina Halmisch auf ihre Kämpfe im Frankfurter Raum vor. Ich kreierte das Manager/Fitnessboxen und Dr. Kai Hoffmann, der später erfolgreiche Manager-Trainer und Buch-Autor war damals einer meiner gelehrigsten Schüler. Mit dem Fitnessboxen sowie mit den Sponsoren Petra Mandausch und Michael Luther finanzierte ich den CSC, der nun wieder einen rasanten Aufstieg erlebte. 700 bis 800 Zuschauer fanden wieder Sonntagmorgens den Weg in die verrauchte Lagerhalle des Motodrom und der CSC stieg wieder in die 1. Bundesliga auf. Leider wurde das Motodrom abgerissen und ich stand wieder einmal allein da und wusste nicht wohin mit dem CSC. Es gelang mir, die Wintersporthalle im Waldstadion Frankfurt als Veranstaltungsstätte zu bekommen und es bahnte sich wiederum eine neue Ära an, das "Frühschoppenboxen" in Frankfurt hatte nun einmal Tradition, denn im Laufe der Zeit strömten die Boxfans auch zu dieser neuen Kampfstätte, in der neben Boxen und einer ausgezeichneten Bewirtung, noch Sekt- und Tombolastände zum angenehmen Aufenthalt beitrugen. Zu unseren letzten Erstliga-Kämpfen im Jahr 2000, wo es gegen Magdeburg und Leverkusen direkt um die Deutsche Mannschafts - Meisterschaft ging, kamen über 1000 Zuschauer in die Wintersporthalle. Aber noch hatte ich nicht das Problem des Trainigs-Quartiers gelöst. Projekte wie das Bürgerhaus Sindlingen oder eine Sportschule in Neu Isenburg scheiterten. Im Mai 2000 wurde ich nach einem nicht gefälligen Artikel in der Bild-Zeitung "aussortiert". Der Überbringer der Hiobsbotschaft, Günter Linnekohl erklärte mir, dass Michael Luther den CSC weiter unterstütze, aber nicht mehr mit mir als Vorsitzenden. Sponsor Michael Luther, mit dem ich jahrelang sehr gut zusammen gearbeitet hatte, war von einigen CSC-Vorstandsmitgliedern beeinflusst worden. Im Interesse des Vereins, damit die Liga wenigstens weiter ginge, trat ich dann im August 2000 zurück. Mein Nachfolger, Hermann Winkler schaffte es leider nicht, den Club auf Dauer im Ligabetrieb zu halten. Somit ging nach 24 Jahren Ligabeteiligung des CSC, sei es in der Oberliga oder in der Bundesliga, im Jahr 2002 ein Stück FrankfurterSportgeschichte zu Ende. |
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