1998 - CSC wird Deutscher Oberliga - Vizemeister und steigt in die 2. Bundesliga auf ! Robert Schwab gestorben !Auch 1998 siegte der CSC. Der größte Konkurrent war der BC
Singen. Doch der CSC wurde Meister und qualifizierte sich durch
zwei Siege über Halle II, den Meister der Ostgruppe, für den
Endkampf um die Deutsche Oberliga Meisterschaft, wo dann allerdings
gegen Wismar/Schwerin Zuhause unentschieden und in Wismar verloren
wurde. Doch der Aufstieg in die 2. Bundesliga war geschafft !
Aber die Sensation des Jahres war die immer größer werdende
Zuschauerzahl im Motodrom. Mehr als einmal war die Halle mit 800
Zuschauer propevoll.
Bester Boxer der Saison war Ali Ahraoui mit 18:0 Punkten vor Peter
Gailer mit 18:2 Punkten. Familie Linnenkohl wurde beim CSC aktiv
und gestaltete den Tombolastand mit nie dagewesener Perfektion.
Günter Linnenkohl brachte dem CSC viel Geld , einmal durch eine
perfekte Losstandführung ,durch seine Sammelaktionen, sei es mit
dem kleinen Spenden - Boxring oder durch Inserate für´s Ring
Frei.
Vermögensberater Michael Luther, dem CSC schon immer wohl gesonnen,
stieg als Hauptsponsor beim CSC ein. Ihm hat der Club viel zu
verdanken !
Jetzt wollte es der CSC wissen und Ulf Rausch fädelte einen großen
Deal ein ! Vom Heidelberger Stützpunkt konnten die Boxer Sartison,
Schaburow, Durst und Wagner gewonnen werden.Dazu verstärkte sich
der CSC mit Ernesto Plantera im Halbschwrgewicht und dem
Saaländishen KO-Schläger Hüsseyin Soyalp im Schwergewicht. Im
Sommer wurde eine Benefiz - Veranstaltung für den verungklückten
Boxer Mrsad Brkic veranstaltet. Willi Fischer verlor seinen WM -
Kampf in England gegen Herbie Hyde. Diese Niederlage leitete eine
Wende in seiner Karriere ein.
Mit dem Motodrom - Konzept ( Musik - Show mit Mike,
Tanzeinlagen, Tombola, Sektstand, Bewirtung) und mit den Sponsoren
Michael Luther und Horst Gauß sowie den rührigen
Vorstandsmitgliedern Ulf Rausch, Andreas Elvert, Thomas Grimm
Hans-Hermann Gaus , Günter Linnenkohl und Lebensgefährtrin Mandy
Reichmann im Rücken im Rücken, war der Aufstieg in die 2.
Bundesliga diesmal kein so großes Risiko wie 1994, als das
Unternehmen Zweite Bundesliga schon im ersten Jahr an mangelnder
Zusammenarbeit scheiterte.
Die CSC- Rechnung ging voll auf. Als der CSC am 22. November gegen
Frankfurt/Oder antrat, waren mehr als 700 Zuschauer im Motodrom.
Unter den Besuchern, überraschend Henry Maske. Günter Rust, der
dicke Mann an der Kasse wurde für 20-jährige ehenemtliche Kassier -
Tätigkeit für den CSC geehrt. In Eichstätt siegte der CSC mit einer
Super - Truppe, wobei Ernesto Plantera und Ali Ahraoui besondere
Glanzpunkte bei ihren Siegen setzten. In Leverkusen wurde zwar
knapp verloren, aber der CSC war mit 4:2 Punkten mit vorn in der
Tabelle. 1999 - CSC seit 1992 erstmals wieder in der 1. Bundesliga ! Motodrom-Ära vorbei - Neubeginn in der Wintersporthalle !Der CSC startete in die erste Bundesligasaison mit einer hohen
Auswärtsschlappe in Magdeburg. Die CSC - Boxer, wie hätte es auch
anders sein können, kamen aus ganz Deutschland. Hamisi Durst im
Bantam, Nusagri Abramashvili und Ali Bolat im Federgewicht und mit
Tyson Gray im Leicht und Ali Ahraoui im Halbweltergewicht hatte man
im Leicht-und Halbweltergewicht gleich zwei Publikumslieblinge. Im
Weltergewicht boxte Adrian Suteu, im Halbmittelgewicht Dimitri
Sartison und im Mittelgewicht Khoder Zaher. Das Halbschwergewicht
wurde von Enad Licina und Ernesto Plantera besetzt und im
Schwergewicht konnte der Club in letzter Minute noch den Superstar
Vitali Boot an Land ziehen.
Der CSC hatte mit der Wintersporthalle eine neue
Veranstaltungsstätte. Dank gebührt den Sportfreunden Hochgesandt
und Fabel von der Stadionverwaltung , die dem CSC die Ringlagerung
in der Halle gestatteten und dem Club in jeder Beziehung behilflich
waren !
Die Zusammenarbeit mit der Stadionverwaltung war super und machte
dem Vorstand Mut.
Das Team um Andreas Elvert , Thomas Grimm und Mandy Reichmann
leistete Knochenarbeit um die Halle publikumsgerecht zu gestalten
um genau wie im Motodrom, Sektstand, Tombola Bewirtung und
Showeinlagen zu garantieren. Dazu mit Mike Dietrich einen tollen
Musik - Manager und mit Jochen Golle den altbewährten, versierten
Ringsprecher.
Der CSC stellte wiederum etwas auf die Beine, was kein anderer
Verein in Deutschland schaffte. Und alle Clubs die zu uns kamen,
gratulierten uns zu unserem Konzept.
Doch würde die Wintersporthalle auch von den Zuschauern angenommen
?
Am Sonntag, den 31.Oktober zum ersten Heimkampf gegen Schwerin
kamen nur etwas 500 Zuschauer. Viel zu wenige um das große Defizit
auszugleichen.
Enttäuschung bei den über 20 Helfern, die sich so viel Mühe gegeben
hatten. Aber der Anfang war gemacht worden. Nach einem
Unentschieden in Berlin folgte eine große Schlappe in Leverkusen.
Doch dann kam der 5. Dezember und der CSC boxte daheim gegen
Schwedt. Ähnlich wie seinerzeit im Motodrom, es hatte sich
herumgesprochen, dass beim CSC außer Boxen noch vieles andere
geboten wurde. Über 1000 Zuschauer kamen in die Wintersporthalle,
sahen einen siegreichen CSC und waren von der Veranstaltung
begeistert. Aufatmen bei Horst Gauß, Michael Luther und den anderen
Vorstandsmitgliedern. Der CSC hatte es wieder einmal geschafft !Am
Sonntag, den 19. Dezember gegen Magdeburg war die Halle noch voller
und die Zuschauer sahen einen sensationellen Sieg des CSC über den
Deutschen Mannschaftsmeister. Sieger des Tages war Mittelgewichtler
Kavin Gebhard, der überraschend den Deutschen Meister Harald
Geisler schlug und somit dem CSC den Gesamtsieg ermöglichte. So
gesehen, war 1999 ein großes Jahr für den CSC mit einem guten
Tabellenplatz in der 1. Bundesliga. Der CSC konnte noch Deutscher
Meister werden ! 2000 - Das Hammerjahr des CSC ! Fast Deutscher Meister und dann dann doch Ausstieg aus der 1. Bundesliga. Rücktritt von Horst GaußDas neue Jahr begann mit einer knappen ungerechten Niederlage in
Schwerin, aber dann wurde Zuhause Berlin vor 1300 Zushauern
geschlagen. und der CSC hatte noch alle Chancen Deutscher Meister
zu werden. Doch dann kam die Heimniederlage gegen Leverkusen, Ali
Araoui fehlte und CSC - Talent Tchepenko konnte ihn nicht ersetzen.
Am Ende stand der CSC auf dem 4. Platz.
So erfolgreich das sportliche Abschneiden auch war, so war es Horst
Gauß leider nicht gelungen in dieser “Test - Saison” neue Sponsoren
zu gewinnen und er musste in der Endabrechnung 50.000 DM aus
eignener Tasche draufzahlen und um die Erkenntnis reicher, dass der
sportliche Aufschwung leider keinen finanziellen nach sich zog. Was
nutzten da ein super funktionierendes Mitarbeiter-Team und eine so
fleißige Freundin wie Mandy Reichmann im Rücken, wenn das Geld
nicht mehr da war.
Somit war das Unternehmen Erste Bundesliga gescheitert. Gauß
erklärte nach der Saison, dass er ab der nächsten Saison aus
finanziellen Gründen nicht mehr als Sponsor zur Verfügung stehen
werde. Hauptsponsor Michael Luther machte auf Anraten einiger
Vorstandsmitglieder bei einer mysteriösen Vorstandssitzung ohne
Gauß, sein weiteres finanzielles Engagement für den CSC vom
Rücktritt Gauß´ abhängig, was der dann auch im Interesse des
Vereins tat, denn es musste ja weiter gehen ! Im August wurde dann
Hermann Winkler in einer chaotischen Generalversammlung mehr oder
weniger unfreiwillig zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Er
hatte das Ziel, den CSC mit Boxern aus dem hessischen Raum in der
2. Bundesliga neu aufzubauen.Horst Gauß wurde Ehrenpräsident. Im
September erhielt er dann im Frankfurter Römer das
Bundeverdienstkreuz von Sylvia Schenk für seine Verdienste um den
Amateur -Boxsport überreicht. Die anschließende Feier nahm Gauß zum
Anlass, sich mit dem neuen Vorstand zu versöhnen .
Die Hessenmeisterschaften sahen wieder einen erfolgreichen CSC
Frankfurt. In 5 Filialen wurden Nachwuchsboxer trainert. Es fehlte
immer noch ein CSC - Camp. Farid Meziani, von Horst Gauß entdeckt
und von ihm und Harald Wittmann trainiert, wurde Meister im
Halbschwergewicht mit einem imponierenden Sieg über Dieter
Hufermann. Im Nachwuchsbereich holte der CSC 6 Titel. Die
Isenburger Trainer Gauß und Freihaut holten alleine 5 Titel. Die
Meister hießen: Yusef Zitoun, Christian Mihailovic, Andrea Rzehak
und Branko Peskir und Davidovic und Aytac Seker. Ali Ahraoui wurde
zum zweiten Mal Deutscher Meister.
Am 17. Oktober präsentierte der CSC im Holiday-Inn seine neue
Staffel für die neue Saison in der 2. Bundesliga.Die neuen Namen:
Peter Minai, Viktor Weißenburger, Andreas Propp, Ali Ahraoui, Samir
Daheur, Rene´ Müller, Roger Knorr., Enad Licina , Fatih Yildiz. Zum
ersten Kampf daheim gegn Halle kamen 700 Zuschauer. Ali Ahraoui,
Enad Licina und Fatih Yildiz waren die Sieger. Der Kampf endete
13:13 Unentschieden. Danach gab es einen 14:12 Sieg gegen Chemnitz.
Dann folgte in Greifswald eine knappe 12:15 Niederlage.
Trotz der vielen Turbulenzen konnte Präsident Winkler mit dem
Jahresabschluss zufrieden sein. Eine starke Mannschaft und eine gut
gefüllte Wintersporthalle, das ließ für die Zukunft hoffen. Die
Fans kamen weiterhin zum CSC. |